Wer Modedesignerin oder Modedesigner werden will, denkt an Laufstege und bekannte Labels. Der Alltag sieht für die meisten anders aus, und das zeigt sich auch beim Lohn. Hier erfährst du, was in der Schweiz realistisch ist, wovon der Lohn abhängt und wie du deinen eigenen Richtwert findest.
Was verdient man als Modedesignerin oder Modedesigner in der Schweiz?
Für den Beruf Modedesign gibt es in der Schweiz keinen einheitlichen Lohn. Er hängt stark davon ab, wo und in welcher Funktion du arbeitest. Zwei Anhaltspunkte helfen bei der Einordnung:
- Mindestlöhne in der Branche: Der Gesamtarbeitsvertrag der Modebranche (Swissmode) legt für Bekleidungsgestalterinnen und Bekleidungsgestalter mit Lehrabschluss Mindestlöhne fest, im ersten Berufsjahr CHF 4’060 und ab dem fünften Berufsjahr CHF 4’920 pro Monat. Er gilt für Betriebe, die dem Vertrag unterstellt sind.
- Durchschnittswerte aus Lohnportalen: Auf jobs.ch liegt der durchschnittliche Bruttolohn für Bekleidungsgestalterinnen und Bekleidungsgestalter bei rund CHF 53’000 pro Jahr inklusive 13. Monatslohn, mit grosser Spannweite.
In Design- und Produktentwicklungsfunktionen bei grösseren Modeunternehmen liegen die Löhne oft darüber, mit zunehmender Erfahrung deutlich. Für Einsteigerinnen und Einsteiger ohne Berufserfahrung sind dagegen Löhne im Bereich der Branchen-Mindestlöhne realistisch.
Wovon hängt der Lohn ab?
- Funktion: Entwurf, Produktentwicklung, Schnitttechnik, Einkauf oder Verkauf werden unterschiedlich bezahlt.
- Arbeitgeber: Ein grosses Modeunternehmen zahlt in der Regel mehr als ein kleines Atelier.
- Erfahrung und Portfolio: Wer eigene Kollektionen und Praxis vorweisen kann, verhandelt besser.
- Region und Pensum: Im Raum Zürich sind die Löhne meist höher; viele arbeiten Teilzeit.
- Selbstständigkeit: Mit eigenem Atelier oder Label schwankt das Einkommen stark, besonders in den ersten Jahren.
Wie realistisch ist ein eigenes Label?
Ein eigenes Label ist möglich, aber für die wenigsten der erste Schritt. Die meisten steigen in einem Unternehmen oder Atelier ein, sammeln Erfahrung und bauen nebenbei eigene Aufträge auf. Wer sich selbstständig macht, braucht neben dem Handwerk auch kaufmännisches Wissen: Kalkulation, Einkauf, Vermarktung.
Wie findest du deinen eigenen Richtwert?
Für eine persönliche Einschätzung eignet sich der Lohnrechner Salarium des Bundesamts für Statistik: Du gibst Beruf, Region, Alter und Ausbildung ein und erhältst eine Lohnspanne. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf aktuelle Stelleninserate, in denen der Lohn angegeben ist.
Wie bereitet dich eine Ausbildung darauf vor?
Im Modedesign Kurs der Swiss Fashion Academy in Zürich lernst du in 12 Monaten, mit einem Kurstag pro Woche, Kollektionen zu entwerfen, Schnitte zu erstellen und zu nähen. Am Ende präsentierst du deine eigene Kollektion an einer Modeschau und erhältst das Diplom der Swiss Fashion Academy. Deine Arbeiten aus dem Kurs bilden die Grundlage für dein Portfolio, mit dem du dich bewirbst.
Einen bestimmten Lohn garantiert keine Ausbildung. Welche Wege es in der Schweiz zum Modedesign gibt und worin sie sich unterscheiden, liest du im Ratgeber Modedesign: Studium oder Ausbildung?
Wie findest du heraus, ob die Ausbildung zu dir passt?
Am einfachsten in einer Gratis-Probelektion: Du nimmst einen halben Unterrichtstag teil und stellst deine Fragen direkt der Kursleitung. Gratis Probelektion buchen
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Aktualisiert am 01.10.2026



