Wer in der Schweiz Modedesign lernen will, hat mehrere Wege: ein Studium an einer Hochschule, eine höhere Fachschule, eine Berufslehre oder eine Ausbildung an einer Privatschule. Sie unterscheiden sich in Dauer, Zulassung und Abschluss. Hier erfährst du, worin genau, und welcher Weg zu deiner Situation passt.
Welche Wege führen in der Schweiz zum Modedesign?
| Weg | Dauer | Zulassung | Abschluss |
|---|---|---|---|
| Bachelorstudium an einer Fachhochschule | rund drei bis dreieinhalb Jahre, Vollzeit | Maturität, dazu ein Jahr Arbeitswelterfahrung oder ein gestalterischer Vorkurs, Aufnahmeverfahren mit Mappe | Bachelor (eidgenössisch anerkannter Hochschulabschluss) |
| Höhere Fachschule (HF) | mehrere Jahre, oft berufsbegleitend | in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung, meist mit Aufnahmeverfahren | eidgenössisch anerkanntes HF-Diplom |
| Berufslehre | drei Jahre | Lehrstelle in einem Betrieb | Bekleidungsgestalterin oder Bekleidungsgestalter EFZ |
| Ausbildung an einer Privatschule | je nach Schule; an der Swiss Fashion Academy 12 Monate | an der Swiss Fashion Academy keine Maturität und keine Vorkenntnisse nötig, Mindestalter 16 Jahre | Diplom der Schule |
Was ist der Unterschied zwischen Studium und Ausbildung?
Ein Studium findet an einer Hochschule statt und führt zu einem eidgenössisch anerkannten Titel. Es ist breit angelegt, mit viel Gestaltungstheorie und Konzeptarbeit, und dauert mehrere Jahre in Vollzeit. Eine Ausbildung an einer Privatschule ist kürzer und praktischer: Du lernst entwerfen, Schnitte erstellen und nähen und präsentierst am Ende eine eigene Kollektion. Der Abschluss ist ein Diplom der Schule, kein Hochschultitel.
Die Swiss Fashion Academy ist eine eduQua-zertifizierte Privatschule für Erwachsenenbildung, keine Hochschule. Ihre Modedesign-Ausbildung ist deshalb kein Studium, auch wenn umgangssprachlich oft vom «Modedesign-Studium» die Rede ist.
Welcher Weg passt zu dir?
- Studium: wenn du eine Maturität hast, mehrere Jahre in Vollzeit lernen kannst und einen Hochschulabschluss anstrebst, etwa für eine Laufbahn in grösseren Modehäusern im Ausland oder in der Lehre.
- Lehre: wenn du am Anfang deiner Berufsbildung stehst und eine Lehrstelle findest. Mehr dazu im Ratgeber Schneiderlehre Schweiz.
- Ausbildung an einer Privatschule: wenn du ohne Maturität oder als Quereinsteigerin oder Quereinsteiger schnell und praktisch einsteigen willst, oft neben dem Beruf, und dir ein Diplom der Schule genügt.
Was bietet die Swiss Fashion Academy an?
Der Modedesign Kurs in Zürich dauert 12 Monate, mit einem Kurstag pro Woche. Vorkenntnisse brauchst du nicht; die ersten Module bereiten dich auf die weiteren Inhalte vor.
- Theorie: Geschichte der Mode, Modedesign, Gewebekunde, Design-Elemente und Trends, Erstellung von Kollektionen, Computergrafik
- Praxis: Entwerfen und Zeichnen, Schnittmuster, Nähen, Modellieren
- Abschluss: eigene Kollektion an einer Modeschau vor ausgewähltem Publikum
- Diplom der Swiss Fashion Academy nach bestandenen Prüfungen
Wochentage, Starttermine und Preise findest du auf der Kursseite.
Kannst du nach der Ausbildung noch studieren?
Das Diplom ersetzt keine Maturität und berechtigt nicht zum Hochschulstudium. Die Arbeiten aus dem Kurs, etwa Entwürfe und deine Kollektion, können aber in eine Mappe einfliessen, wie sie Hochschulen im Aufnahmeverfahren verlangen. Die genauen Bedingungen legt jede Hochschule selbst fest.
Wie findest du heraus, ob die Ausbildung zu dir passt?
Am einfachsten in einer Gratis-Probelektion: Du nimmst einen halben Unterrichtstag teil und stellst deine Fragen direkt der Kursleitung. Gratis Probelektion buchen
Lieber persönlich? Ruf uns an unter 044 340 10 70, schreib uns über das Kontaktformular oder per WhatsApp.
Aktualisiert am 01.10.2026



